Hausgeburt


Das Gebären  und das Geboren werden ist eine kreative Arbeit. Es ist wahrscheinlich das berührendste Naturereignis, das ein Paar erleben kann. Der Gebärort ist sehr wichtig und sollte gut überlegt ausgewählt werden. Dieser Ort soll den Eltern Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Die Eltern und die Hebamme haben sich während der Schwangerschaft schon miteinander vertraut gemacht. Drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ist die Hebamme 24 Stunden täglich abrufbereit. Alles was den werdenden Eltern und der Hebamme wichtig erscheint, wurde vorgängig besprochen.

 

So findet die Geburt in vertrauter Umgebung statt, unterstützt durch den Partner, die Hebamme und vielleicht eine (oder mehrere) andere nahestehende Person. Oft sind auch grössere Kinder der Familie dabei. Der ganze Geburtsprozess wird natürlich unterstützt, ohne Eingriffe zur Geburtsbeschleunigung. Die Hebamme begleitet die Gebärende während der gesamten Geburtsarbeit. Die Hebamme ist mit allen nötigen Notfallgeräten und wichtigen Medikamenten ausgerüstet. Ebenso trägt sie alternative Medizin bei sich. Die wichtigsten Werkzeuge aber sind die Hände der Hebamme sowie ihre ausgeprägte Intuition. Nach der Geburt bleibt die Hebamme mindestens drei Stunden vor Ort, bis Mutter und Kind versorgt sind. Es gibt keinen Schichtwechsel. Dies trägt viel zur ruhigen Vertrautheit bei. Die Familie wird während und nach der Geburt nicht getrennt. Alle können das wunderschöne Ereignis geniessen, und das neue Familienmitglied freudig in die Arme schliessen. Bei der Hausgeburt wird je nach Wunsch eine Zweithebamme oder ein Arzt  anwesend sein.

 

Warum setzten wir Hebammen uns immer wieder für die natürliche Geburt ein? Weil wir einen unerschütterlichen Glauben daran haben, dass eine Frau, wenn sie in ihrer Kraft steht und sich der weiblichen Urkraft hingibt, ihr Kind normal gebären kann.

 

Die Hausgeburtskosten werden von der Krankenkasse übernommen.